Dünnschichtzytologie (Thin-Prep)

Die moderne und sichere Abstrichentnahme und –aufbereitung erlaubt eine zuverlässigere Aussage über die Zellqualität des Gebärmutterhalses als der klassische PAP-Abstrich. Und zwar aus folgenden Gründen:

  • Der PAP-Abstrich (die normale Krebsvorsorge) ist 60 Jahre alt.
  • Zellen im herkömmlichen Abstrich liegen häufig über einander oder sind mit Blut und Schleim -verunreinigt. Dies erschwert die Beurteilbarkeit.
  • Außerdem landen beim normalen Abstrich die meisten Zellen mit dem Wattestäbchen im Müll.
  • Bei der Dünnschichtzytologie werden alle Zellen von dem Entnahmebürstchen in eine Flüssigkeit gespült. Zur Beurteilung liegen die Zellen dann wirklich nur in einer Schicht.

 

Die regelmäßige Krebsfrüherkennungsuntersuchung mit dem Zellabstrich vom Muttermund bringt für Sie eine relative Sicherheit bei der Erkennung von Vorstadien des Gebärmutterhalskrebses. Aus technischen Gründen bleibt ein gewisser Prozentsatz von Abstrichen, die nicht eindeutig beurteilbar sind.

Thin-Prep, ein neues und aufwändiges Verfahren der Abstrichentnahme, Zellfixierung und Weiterverarbeitung ermöglicht eine noch sicherere Beurteilung der Zellen.
Das Verfahren wurde in den USA entwickelt und steht jetzt auch Ihnen zur Verfügung. Dafür wird aus dem Gebärmutterhals Zellmaterial gewonnen und automatisiert im Dünnschichtverfahren aufgearbeitet. Die Analyse des so gewonnen Zellmaterials erhöht die Zuverlässigkeit des Ergebnisses der Abstrichbeurteilung. 
Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.

Auch Gebärmutterhöhlenkrebs wird sich nur im Falle einer Blutung durch Unregelmäßigkeit verraten. Der Abstrich vom Muttermund kann ihn nur höchst selten aufdecken.

Per Ultraschall ist die verräterische Dicke der Gebärmutterschleimhaut sicher feststellbar – ohne entsprechende Beschwerden ist diese Ultraschalluntersuchung jedoch nicht Teil der Krebsvorsorge und muss als Igel – Leistung selbst bezahlt  werden.