Hormon- und Sterilitätsberatung / Diagnostik

Von Infertilität oder Verdacht auf Sterilität spricht man [lt. Definition der World Health Organization (WHO)], wenn es trotz regelmäßigen partnerschaftlichen Geschlechtsverkehrs innerhalb eines Jahres nicht zum Eintritt einer Schwangerschaft kommt.

Zur Abklärung der Ursachen der ungewollten Kinderlosigkeit, führe ich, nach einer eingehenden Anamnese, in aller Regel zunächst eine basale Hormonbestimmung bei der betroffenen  Frau durch. Parallel dazu sollte der Partner ein Spermiogramm durchführen lassen.  Sollte kein behandlungsbedürftiger hormoneller Befund erhoben werden, kann zunächst ein sogenanntes Zyklusmonitoring, d.h. eine einfache Kontrolle des Zyklus und des Eisprungs vorgenommen werden. Dies ist einer relativ einfache Behandlungsmethode, da hier mittels Follikulometrie (d.h. einer regelmäßigen Kontrolle der Follikelreifung per Ultraschall) und Hormonbestimmung (Progesteron, Estradiol und Gelbkörperhormon) im Blut der Verlauf des Zyklus kontrolliert wird und ein Verkehr zum optimalen Zeitpunkt angeregt wird. Diese Methode findet hauptsächlich Anwendung bei leichten – z.B. stressbedingten – Zyklusstörungen der Frau und einem normalen Spermienbefund des Mannes.

Sollte dies nicht zum gewünschten Erfolg führen, besteht die Möglichkeit, je nach Befund, die Eireifung oder den Gelbkörper hormonell zu unterstützen oder den Eisprung auszulösen.