HPV-Test

Hierbei wird ein Abstrich vom Gebärmutterhals auf das so genannte humane Papillomavirus untersucht. Eine solche HPV-Infektion ist in den allermeisten Fällen die Voraussetzung für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Etwas vereinfacht lässt sich also sagen: Wo kein Virus, da kein Krebs. Somit ist es möglich die Zuverlässigkeit des herkömmlichen Abstrichs zu verdoppeln. Dies hat im September 2008 dazu geführt, das der Bundesverband der Frauenärzte diesen Test in seine Leitlinien zur Früherkennung aufgenommen hat.

Die aktuelle Berichterstattung in den Medien über die Notwendigkeit eines HPV-Tests hat zu einer großen Verunsicherung der Patientinnen geführt. Was bringt der Test? Mittels molekularbiologischer Untersuchungsmethoden ist es möglich das humane Papilloma Virus in Zellen des Gebärmutterhalses nachzuweisen. Es gibt eine Vielzahl von HPV- Typen von denen nur einige in Zusammenhang mit der Entstehung bösartiger Tumoren gebracht werden. Dies sind HPV 16 und 18 für den Gebärmutterhalskrebs. Allerdings entsteht nur bei einem Bruchteil der Patientinnen mit einem pos. HPV- Test ein solcher Krebs. Somit ist diese Methode derzeit als Screeningsmethode ungeeignet. Der HPV- Test sollte also besonderen Fragestellungen vorbehalten bleiben, z.B. bei unklaren oder kritischen Zellabstrichen ( siehe unter Abstrich) oder zur Kontrolle nach einer operativen Behandlung.